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Großeinsatz der Polizei bei Autoposer-Treffen in Melle und Umgebung

In der Nacht vom 13. Juni 2025 kam es in der Region Osnabrück zu einem umfangreichen Einsatz der Polizei. Auslöser war ein nicht angemeldetes Treffen der sogenannten Autoposerszene, das in mehreren Städten, darunter Melle, Bad Essen, Dissen am Teutoburger Wald und Hasbergen, stattfand.

Mehrere Hundert Fahrzeuge und massive Pyrotechnik

Die Polizeiinspektion Osnabrück hatte bereits vorab Hinweise auf ein großes Szenetreffen erhalten und verstärkte die Präsenz im gesamten Zuständigkeitsbereich. Gegen 22 Uhr sammelten sich zunächst rund 50 Fahrzeuge im Gewerbegebiet Bad Essen, doch die Gruppen wechselten die Standorte rasch. Schließlich verlagerten sich die Aktivitäten ins Industriegebiet Ochsenweg in Melle, wo zeitweise schätzungsweise 1.500 Personen und etwa 500 Fahrzeuge zusammenkamen. Berichtet wurde von illegalen Driftmanövern und dem massiven Abbrennen von Pyrotechnik.

Angriffe auf Polizei und Sachbeschädigungen

Im Laufe des Abends gerieten Polizeikräfte in Melle ins Visier einer etwa 50-köpfigen, teils vermummten Gruppe. Die Angreifer zündeten Pyrotechnik in unmittelbarer Nähe der Beamten und bewarfen einen Streifenwagen mit rohen Eiern. Daraufhin wurden mehrere Kontrollstellen eingerichtet, um Personalien aufzunehmen und die Szene zu zerstreuen. Trotz der Maßnahmen verlegten viele Teilnehmer die Fahrzeuge nach Gesmold und später ins Industriegebiet von Dissen. Auch dort wurden Feuerwerkskörper, Bengalfackeln sowie vier Paletten Eier sichergestellt.

Später meldeten Mitarbeitende eines Schnellrestaurants in Hasbergen eine Sachbeschädigung, für die vermutlich die Autoposerszene verantwortlich ist. Im weiteren Verlauf der Nacht lockerte sich die Lage allmählich und viele der Teilnehmer reisten in angrenzende Orte und nach Nordrhein-Westfalen ab.

Umfassende Ermittlungen eingeleitet

Laut Polizei wurden Ermittlungen zu diversen Straftaten wie Landfriedensbruch, Angriff auf Vollstreckungsbeamte, verbotenem Kraftfahrzeugrennen, Verstößen gegen das Waffengesetz und Verkehrsordnungswidrigkeiten aufgenommen. Die Ermittlungen dauern weiterhin an.

Kontakt: Polizeiinspektion Osnabrück
Michael Außendorf
Telefon: 0541/327-2072
E-Mail: pressestelle@pi-os.polizei.niedersachsen.de [ pressestelle@pi-os.polizei.niedersachsen.de]
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Quelle: Originalartikel auf presseportal.de