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Polizei-Großeinsatz nach angeblicher Geiselnahme in Osnabrück Westerberg

Am Sonntagmittag sorgte eine angebliche Geiselnahme für einen spektakulären Polizeieinsatz im Stadtteil Westerberg in Osnabrück. Kurz vor 13 Uhr ging bei der Polizei der Notruf eines Mannes ein, der behauptete, seine Mutter mit einer Schusswaffe in ihrer Wohnung festzuhalten und forderte Geld sowie Betäubungsmittel. Sogar eine weibliche Stimme war während des Anrufs zu hören, was die Lage zusätzlich dramatisch erscheinen ließ.

Umgehend rückten zahlreiche Polizeistreifen zum gemeldeten Einsatzort aus und sicherten das Wohnhaus ab. Nach einigen angespannten Minuten trat eine Frau aus dem Gebäude, die daraufhin als Mutter des angeblichen Anrufers identifiziert wurde. Sie gab gegenüber den Beamten an, dass sie sich allein im Haus aufgehalten hatte und ihren Sohn, den vermeintlichen Täter, seit mehreren Tagen nicht gesehen habe.

Durch einen Anruf beim Vater des 17-Jährigen, der in Ibbenbüren lebt, konnte die Polizei schließlich Kontakt zu ihm herstellen. Der Jugendliche erschien freiwillig auf der Polizeidienststelle in Ibbenbüren. Dort beteuerte er, von dem Vorfall nichts zu wissen, und gab an, seine 18-jährige Ex-Freundin habe das Ganze inszeniert.

Gegen 15 Uhr beendeten die Einsatzkräfte ihren Großeinsatz. Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen der mutmaßlichen Störung des öffentlichen Friedens durch sogenanntes „Swatting“ dauern an.

Kontakt: Polizeiinspektion Osnabrück
Stefan Alberti
Telefon: 0541/327-2072
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Quelle: Originalartikel auf presseportal.de