Schockanrufe in Osnabrück: Polizei warnt vor russischsprachigen Betrügern am Telefon
In Osnabrück und Umgebung häufen sich erneut Fälle von Schockanrufen, bei denen Betrüger gezielt russischsprachige Seniorinnen und Senioren ins Visier nehmen. Die Masche ist perfide: Kriminelle geben sich am Telefon als Polizisten, Bankmitarbeiter oder Verwandte aus, sprechen explizit in russischer Sprache und setzen ihre Opfer stark unter Druck. Oft werden dabei Szenarien eines angeblichen Unfalls oder einer angeblichen Polizeiermittlung vorgetäuscht, um hohe Geldsummen zu erbeuten.
In der vergangenen Woche kam es im Stadtteil Schinkel zu zwei besonders schweren Fällen: Am 21. Mai wurde eine 85-jährige Frau Opfer der Täter und übergab eine hohe vierstellige Geldsumme an einen Abholer, der laut Beschreibung akzentfrei Russisch sprach und etwa 30 bis 35 Jahre alt war. Einen Tag später traf es ein älteres Ehepaar, das Vermögenswerte im Wert von mehr als 90.000 Euro verlor. Der Täter wurde als groß gewachsener Mann mit kurzen schwarzen Haaren, Bart, gebräunter Haut sowie dunkler Kleidung beschrieben und sprach gutes Russisch mit unbekanntem Akzent.
Die Polizei Osnabrück bittet dringend darum, Hinweise und verdächtige Beobachtungen unter 0541/327-3303 zu melden.
Tipps der Polizei zum Schutz vor Telefonbetrug
- Geben Sie niemals Bargeld oder Wertgegenstände an Unbekannte heraus.
- Die Polizei fordert keine Geldbeträge, Schmuck oder Gold zur Aufbewahrung!
- Brechen Sie das Gespräch ab, wenn Sie misstrauisch werden, und wählen Sie die Ihnen bekannten Nummern der Polizei selbst.
- Machen Sie keine Angaben über Ihr Vermögen oder Bankdaten am Telefon.
- Lassen Sie sich unter keinen Umständen unter Druck setzen.
- Sensibilisieren Sie auch ältere Familienmitglieder für diese Betrugsmasche.
Mit Blick auf die aktuellen Vorfälle betont die Polizei, wie wichtig es ist, insbesondere ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger frühzeitig über diese Vorgehensweisen zu informieren und zu schützen.
Kontakt: Polizeiinspektion Osnabrück
Kim Junker-Mogalle
Telefon: 0541/327-2073
E-Mail: pressestelle@pi-os.polizei.niedersachsen.de [ pressestelle@pi-os.polizei.niedersachsen.de]
http://www.pi-os.polizei-nds.de [http://www.pi-os.polizei-nds.de]

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