Schockanrufe auf Russisch in Osnabrück: Polizei warnt vor Betrugsmasche
Am Freitag, den 5. Juni, kam es in Osnabrück erneut zu zwei aufsehenerregenden Fällen von sogenannten Schockanrufen auf Russisch. Die bislang unbekannten Täter kontaktierten gezielt ältere Menschen und brachten sie dazu, hohe Bargeldsummen zu übergeben.
Erster Fall: Ein 90-jähriger Osnabrücker erhielt gegen 13:50 Uhr einen Anruf von einer Frau, die sich als Polizistin ausgab. Sie täuschte auf Russisch einen schweren Unfall seiner Tochter vor, verbunden mit der Forderung nach Geld für eine angeblich notwendige Operation. Unter massivem Druck übergab der Senior schließlich eine hohe vierstellige Summe an einen Mann, der sich als „Leon“ ausgab. Der Täter wird als etwa 30 bis 35 Jahre alt, mit kurzen blonden Haaren und weißer kurzer Hose beschrieben.
Zweiter Fall: Etwa eine halbe Stunde später wurde eine 73-jährige Frau kontaktiert. Ein Mann gab sich am Telefon als russischsprachiger Polizist aus und behauptete, ihre Schwiegertochter habe einen Verkehrsunfall verursacht. Um eine Haft abzuwenden, müsse eine Kaution gezahlt werden. Die 73-Jährige übergab daraufhin eine mittlere vierstellige Summe an einen schlanken, etwa 30 bis 35 Jahre alten Mann mit kurzen blonden Haaren, dunklem T-Shirt, weißer kurzer Hose und Schlappen. Beide Täter ähneln sich laut Polizeiangaben stark in der Beschreibung.
Die Polizei Osnabrück bittet dringend Zeugen, die Hinweise zu den Vorfällen oder verdächtigen Personen und Fahrzeugen geben können, sich unter 0541/327-3303 oder -2115 zu melden. In den letzten Wochen sind bereits ähnliche Betrugsmaschen im Stadtteil Schinkel sowie in Quakenbrück gemeldet worden. Weitere Hintergründe finden sich unter den Presseverlinkungen im Originalartikel.
Kontakt: Polizeiinspektion Osnabrück
Stefan Alberti
Telefon: 0541/327-2072
E-Mail: pressestelle@pi-os.polizei.niedersachsen.de
http://www.pi-os.polizei-nds.de

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