Symbolbild zur Veranstaltung Thomas Geve – Zeichnungen eines kindlichen Historikers in Osnabrück

KI-generiertes Symbolbild. Abgebildete Personen sind fiktiv: Osnabrücker Anzeiger

Thomas Geve – Zeichnungen eines kindlichen Historikers

Am 2. Juni 2026 zeigt das Erich Maria Remarque-Friedenszentrum von 10:00 bis 13:00 Uhr eine Wanderausstellung, die auf eindrückliche Weise vom Überleben im Konzentrationslager Buchenwald erzählt. Im Mittelpunkt steht ein Junge, der Anfang 1945 mit einem Transport aus Groß-Rosen in einem offenen Güterwagen am Bahnhof Buchenwald ankam. Im Lager erhielt er die Nummer 127158 und wurde dem Kinderblock 66 im Kleinen Lager zugewiesen.

Nach der Befreiung begann er zu zeichnen. Das Papier stammte aus dem Lagerbüro: SS-Formulare und andere kleine Bögen, meist nur etwa 15 mal 12 Zentimeter groß. Darauf hielt er fest, was den Lageralltag geprägt hatte: Appelle, Essensausgabe, Arbeit, Krankheit, Gewalt und Terror durch die SS. Auch genaue Pläne des Lagers entstanden aus seiner Erinnerung.

Die Ausstellung macht sichtbar, was historische Dokumente oft nur nüchtern beschreiben. Die Zeichnungen zeigen eine Lagerwelt aus der Perspektive eines Kindes und gehören damit zu den besonderen Zeugnissen der Erinnerungskultur. Der Junge war einer von 903 Kindern und Jugendlichen, die Buchenwald überlebten.

Veranstalter ist die Gedenkstätte Buchenwald. Der Eintritt ist frei.