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Große Verfolgungsjagd bei Osnabrück: Polizei stellt Drogen bei Flucht im Transporter sicher

In der Nacht zum 13. Juni 2025 kam es in Osnabrück zu einer spektakulären Verfolgungsjagd. Gegen 0:30 Uhr wollte eine Polizeistreife auf dem Haster Weg einen weißen Transporter kontrollieren. Doch der Fahrer missachtete die Anhaltezeichen und flüchtete mit hoher Geschwindigkeit über mehrere Ortschaften, darunter Wissingen, Westerhausen, Oldendorf bis nach Bad Essen. Mehrere Streifenwagen waren an der rasanten Verfolgung beteiligt. Trotz winterlicher Straßenverhältnisse wurden innerorts bis zu 120 km/h gemessen, wobei zahlreiche Verkehrsverstöße, unter anderem das Überfahren roter Ampeln, dokumentiert wurden.

Im Ortsteil Essenerberg verließ der 35-jährige Fahrer schließlich die Straße und fuhr auf das Gelände einer Biogasanlage. Dort prallte der Transporter gegen einen Zaun. Der Fahrer versuchte zunächst, zu Fuß zu entkommen, wurde aber nach kurzer Flucht von der Polizei gefasst und festgenommen. Im Fahrzeug trafen die Einsatzkräfte auf einen 31-jährigen Beifahrer.

Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Beamten eine nicht geringe Menge Betäubungsmittel – darunter rund 50 Gramm Kokain, 20 Gramm Amphetamin, über 100 Ecstasy-Tabletten, 50 Gramm Haschisch und etwa 300 Gramm Marihuana. Außerdem wurde ein Baseballschläger sichergestellt. Sämtliche Funde werden dem Fahrer zugeordnet, der auch unter dem Verdacht des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Alkohol am Steuer sowie Steuerhinterziehung steht. Der Mann war bereits auffällig vorbestraft und stand unter Bewährung. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde Haftbefehl erlassen, und er wurde in eine Justizvollzugsanstalt überführt.

In der Wohnung des Beschuldigten entdeckten Ermittler zudem zwei sogenannte Grow-Zelte mit mehreren Marihuana-Pflanzen. Die Polizei hat hierzu ein gesondertes Verfahren eingeleitet.

Beim Beifahrer wurden lediglich geringe Mengen Kokain entdeckt. Es ergaben sich keine weiteren Anhaltspunkte für eine Beteiligung an den schweren Vorwürfen, weshalb er am Freitagmittag wieder entlassen wurde.

Laut Polizei wurden während der Verfolgungsfahrt keine unbeteiligten Personen gefährdet. Die Ermittlungen dauern weiterhin an.

Kontakt: Polizeiinspektion Osnabrück
Jannis Gervelmeyer
Telefon: 0541/327-2071
E-Mail: pressestelle@pi-os.polizei.niedersachsen.de [ pressestelle@pi-os.polizei.niedersachsen.de]
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Quelle: Originalartikel auf presseportal.de

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