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Schockanrufe auf Russisch: Senioren in Hilter und Osnabrück um hohe Bargeldsummen betrogen

Hilter/Osnabrück, 14. Juni 2026 – In der Region setzen sich die Fälle von Schockanrufen gezielt gegen russischsprachige Seniorinnen und Senioren fort. Am vergangenen Freitag (12. Juni) wurden erneut zwei ältere Frauen Opfer dieser perfide durchgeführten Betrugsmasche und übergaben hohe Bargeldbeträge an die Täter.

Im ersten Fall in Hilter erhielt eine 75-Jährige gegen 13 Uhr einen Anruf. Die Täter teilten ihr auf Russisch dramatisch mit, dass ihre Nichte angeblich in einen schweren Unfall mit einer schwangeren Frau verwickelt sei und nun eine hohe Schadensersatzforderung drohe. Die Seniorin übergab daraufhin etwa eine Stunde später einem bislang unbekannten Mann, beschrieben als etwa 30 Jahre alt, schwarzer Vollbart, schwarze Kleidung mit Kapuzenjacke und akzentfreiem Russisch, einen Umschlag mit einem fünfstelligen Geldbetrag an ihrer Wohnungstür in der Straße „Auf dem Beiken“.

Wenige Stunden später, am selben Tag gegen 17:15 Uhr, wurde in Osnabrück eine 85-jährige Frau Ziel eines ähnlichen Schockanrufs. Auch hier wurde in russischer Sprache mitgeteilt, dass angeblich ihre Tochter bei einem Unfall verstorben sei. Eine Stunde nach dem Anruf erschien ein etwa 30 Jahre alter Mann mit schwarzen Haaren, Bart, grauem Shirt, grauer Cap und südländischem Erscheinungsbild an ihrer Wohnadresse „An der Katharinenburg“. Die Seniorin übergab ihm zwei Mal nacheinander jeweils eine fünfstellige Summe.

Die Polizei Osnabrück bittet dringend mögliche Zeugen, verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet zu haben, sich unter Tel. 0541/327-3303 oder -2115 zu melden. Hinweise könnten entscheidend zur Aufklärung dieser Fälle beitragen. In den vergangenen Wochen kam es in Osnabrück und Umgebung bereits zu mehreren ähnlich gelagerten Fällen. Präventionshinweise und weitere Informationen können auf den Seiten der Polizeiinspektion nachgelesen werden.

Kontakt: Polizeiinspektion Osnabrück
Stefan Alberti
Telefon: 0541/327-2072
E-Mail: pressestelle@pi-os.polizei.niedersachsen.de [pressestelle@pi-os.polizei.niedersachsen.de]
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Quelle: Originalartikel auf presseportal.de